Vielleicht kennst du das:
Man kommt vom Spaziergang zurück, streichelt noch kurz über den Hund… und plötzlich spürt man sie.

Genau deshalb möchte ich dir heute ein paar Gedanken und Tipps mitgeben, wie du deinen Hund gut durch die Zeckenzeit begleitest – aufmerksam, gut vorbereitet und mit einem sicheren Gefühl.
Warum Zeckenschutz so wichtig ist
Zecken sind nicht nur unangenehm – sie können Krankheiten übertragen, die für Hunde ernst werden können.
Dazu gehören unter anderem:
- Borreliose – kann zu chronischen Gelenkproblemen, Fieber und Müdigkeit führen
- Anaplasmose – häufig verbunden mit Fieber, Abgeschlagenheit und Schmerzen
- Babesiose – greift die roten Blutkörperchen an und kann schnell ernst werden und ist unbehandelt tödlich
Nicht jeder Zeckenbiss führt automatisch zu einer Erkrankung. Aber das Risiko ist da – und genau deshalb ist ein guter Schutz so wichtig.
Natürlicher Schutz oder „Chemie“ – was ist sinnvoll?
Vielleicht hast du dich auch schon gefragt, ob natürliche Mittel ausreichen.
Es gibt viele Produkte wie:
- Kokosöl
- Kräuterpräparate
- ätherische Öle
Diese können entweder ins Futter gegeben werden, oder auf das Fell. Sie können unterstützend wirken – aber wichtig ist: Ihre Wirkung ist wissenschaftlich nicht zuverlässig belegt.
Das bedeutet: Sie können helfen – aber sie bieten keinen sicheren Schutz.
Medizinische Zeckenschutzmittel (z. B. Spot-ons, Tabletten oder Halsbänder) sind deutlich besser untersucht und bieten einen verlässlicheren Schutz.
Ich persönlich gebe Fannie Tabletten gegen Zecken. Sie verträgt sie sehr gut und sie helfen bei ihr extrem zuverlässig. Außerdem habe ich noch ein natürliches Spray, dass sie bei Spaziergängen vorher ins Fell bekommt, damit sich die Zecken und auch andere Plagegeister nicht eingeladen fühlen Sie zu besuchen.
Aber das ist immer individuell. Jeder Hund reagiert anders.
👉Gebt eurem Hund nicht einfach irgendetwas. Lasst euch gut beraten und findet den Schutz, der wirklich zu eurem Hund passt. Gerade bei Hunden mit Vorerkrankungen oder MDR-1 Defekt ist es besonders wichtig den Wirkstoff und die Dosierung mit dem Tierarzt abzuklären. Denn auch gut wirksame Medikamente können in der falschen Dosierung oder bei ungeeigneter Auswahl problematisch sein. Der passende Schutz ist immer individuell!
Und egal, für welchen Schutz du dich entscheidest: Das Absuchen nach dem Spaziergang bleibt wichtig.
Es kann sogar zu einem richtig schönen kleinen Ritual werden – noch einmal gemeinsam ankommen, deinen Hund in Ruhe abtasten, vielleicht noch kurz kuscheln.

Was passiert bei einem Zeckenbiss?
Wenn sich eine Zecke festbeißt, saugt sie Blut.
Dabei kann sie Krankheitserreger übertragen. Das passiert meist nicht sofort, sondern oft erst nach einigen Stunden. Deshalb ist es so wichtig, Zecken möglichst früh zu entdecken und zu entfernen.
Zecke entdeckt – was jetzt?
Das Wichtigste: ruhig bleiben.
So gehst du vor:
- Zecke mit einer Zeckenzange oder Karte möglichst nah an der Haut greifen
- Langsam herausziehen
- Nicht quetschen
- Die Stelle danach einfach im Blick behalten
- Ich persönlich verbrenne die Zecke im Nachgang um sicherzugehen, dass sie sich nicht nochmal über einen von uns hermacht
Woran erkenne ich, dass etwas nicht stimmt?
Nach einem Zeckenbiss lohnt es sich, deinen Hund ein paar Tage zu beobachten. Achte auf:
- Müdigkeit oder Schlappheit
- Fieber
- Lahmheit
- Appetitlosigkeit
- Veränderungen im Verhalten
Wann solltest du zum Tierarzt gehen?
- Wenn sich die Einstichstelle stark entzündet
- Wenn dein Hund sich sichtbar unwohl fühlt
- Wenn Symptome wie Fieber oder Lahmheit auftreten
- Oder du dir einfach unsicher bist
Lieber einmal mehr abklären lassen als einmal zu wenig.
Kleine Routine, große Wirkung
Was im Alltag wirklich hilft:
- Nach Spaziergängen kurz absuchen
- Besonders Kopf, Ohren und Hals kontrollieren
- Einen passenden Schutz nutzen
Diese kleinen Routinen geben Sicherheit – und werden oft zu einem schönen gemeinsamen Moment.

Fazit: Sicher und entspannt durch die Zeckenzeit
Die Zeckenzeit gehört dazu – aber du kannst viel tun, damit dein Hund gut geschützt ist.
Mit einem passenden Schutz, einem wachsamen Blick und kleinen Routinen im Alltag könnt ihr weiterhin entspannt unterwegs sein.
Und genau darum geht es: zusammen draußen sein, eine gute Zeit haben und danach ruhig und zufrieden nach Hause kommen.
Mich würde interessieren: Wie handhabst du den Zeckenschutz bei deinem Hund? Was bekommt dein Bund – und welche Erfahrungen hast du damit gemacht?
Schreib es gern in die Kommentare – ich freue mich auf den Austausch mit euch!

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